Theoretisch kann jeder Haushalt mit Telefonanschluss auch mit DSL versorgt werden. In der Praxis gibt es jedoch drei wesentliche Gründe dafür, dass heute noch nicht überall DSL angeboten werden kann:
- Leitungslängen: Die Verfügbarkeit von DSL ist abhängig von der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle. DSL kann in der Regel nur bis zu einer Entfernung von gut 4 km zur nächsten Vermittlungsstation angeboten werden.
- Glasfaser: Gebiete, in denen statt eines Kupferkabels in den 90er Jahren eine Glasfaserleitung verlegt wurde, können nach derzeitigem Stand der Technik nur mit hohem Mehraufwand mit DSL versorgt werden. Teilweise werden diese Gebiete durch technische Änderungen Zug um Zug DSL-fähig ausgebaut.
- Wirtschaftlichkeit: Der Ausbau eines Hauptverteilers für die Nutzung von DSL ist mit hohen Kosten verbunden. Einige Hauptverteiler insbesondere in dünn besiedelten Regionen sind daher aus wirtschaftlichen Gründen bisher nicht angeschlossen.
DSL ist für 91 Prozent der insgesamt gut 37 Millionen Telekom-Telefonanschlüsse verfügbar. Die Verfügbarkeit ist in dichten Ballungsräumen weitgehend flächendeckend. In Gebieten mit Glasfaserleitungen gibt es Angebotslücken. Im ländlichen Bereich bestehen noch größere "weiße Flecken" in der DSL-Versorgung. Nach derzeitigem Stand wird in knapp 1.600 Gemeinden in Deutschland keine DSL-Versorgung angeboten.